INVENTOUR 2021
Semmering, Land Besitz und Commons, Hedwig Saxenhuber

Ausstellungsprojekt im öffentlichen Raum von Semmering

Mit ortsspezifischen Arbeiten von Abdul Sharif Baruwa, Olga Chernysheva, Anna Daučíková, Zhanna Kadyrova, Elvedin Klačar, Mikhail Tolmachev, Milica Tomić, Inge Vavra, Hannes Zebedin und Videoarbeiten von Anca Benera/Arnold Estefan, Taus Makhacheva, Laure Prouvost und Titre Provisoire
kuratiert von Hedwig Saxenhuber

Von 25. Juli bis 17. Oktober 2021 thematisierte die Kuratorin Hedwig Saxenhuber mit “Land, Property and Commons” die Geschichte der touristischen Kulturlandschaft Semmering. Installationen von 13 Künstler*innen nahmen Bezug auf die durch Wohlstand und Wachstum erschlossene Alpenlandschaft, die Zähmung der Natur und Ausweitung der Stadt in die Naturlandschaft hinein.

„Der Semmering ist eine mit Superlativen behaftete Landschaft und bedeutet für jede Besucherin, für jeden Besucher etwas anderes. Wesentlich ist auch, zu welchem Zeitpunkt auf den Semmering geschaut wird. Der Titel Land, Besitz und Commons für einen Ausstellungsparcours zeitgenössischer Kunst am Semmering mag im ersten Moment ebenso lapidar wie gesucht wirken. Doch er will die facettenreiche Geschichte des Semmering zunächst einmal beiseitelegen und stellt Fragen zur Bedeutung von »Land« heute – Land als einem Stück der Erdoberfläche, das sich auf lokale Naturen bezieht, auf die Besonderheiten eines Ortes. Er verweist auf die charakteristische Kombination von Fauna und Flora, Klima und geologischer Beschaffenheit und den Eingriffen des Menschen, die einer Landschaft ihr Gesicht verleihen.“ (Hedwig Saxenhuber)

„Der Ort hängt in mehrerlei Hinsicht in der Schwebe. Zum einen ist das Verhältnis der Zweitwohnsitzer:innen zu Einwohner:innen so 5:1. Dazu haben wir uns auch gefragt, wie dort Leben stattfindet bzw. wie ist dieser Ort dadurch strukturiert ist. Was dazu kommt ist, dass Vieles aufgekauft wurde von Investor:innen, und dadurch bestimmte Gebäude schon über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben - dieser Wartezustand liegt über dem Ort. Neben diesem Konzept haben wir dann so Jungs getroffen, die versucht haben in Leerstände hineinzukommen. Sie haben uns quasi eine Führung gegeben. Uns hat davor schon die Frage beschäftigt ‚Was machen junge Leute an diesem Ort? Gleichzeitig waren dann die Aktionen der Kids für uns auch so eine Praktik des Dazwischenseins (der versuchte Hausfriedensbruch). Wir haben darin dann auch eine spannende Verbindung gesehen zur Schaffung von Privateigentum und Möglichkeiten des Widerstands dagegen.“ (Rebecca Fuxen)






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