INVENTOUR 2019
Hollabrunn – Unser aller Vogel.
Von den Rändern und Zentren in unserer Gesellschaft


Hintergrund
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der sozialpsychiatrischen Abteilung des Landesklinikums Hollabrunn entstand die Arbeit „Für die Vögel“ von Claudia Märzendorfer (www.forthebirds.at). Mit dem Projekt will Märzendorfer „ein klares Zeichen für Vielfalt und Unkonventionelles, insbesondere für ein respektvolles Miteinander“ (J. Pacher) setzen. Das Projekt will zur öffentlichen Akzeptanz beitragen und unterstützt durch die Einbindung vieler Künstler**innen unterschiedlicher Genres eine Verschiebung der Verortung psychischer Krankheiten vom Rand in die Mitte unserer Gesellschaft.
Die INVENTOUR hat sich daran gemacht – ausgehend von den Überlegungen rund um das Projekt – in Hollabrunn, einer ständig wachsenden Stadt im Speckgürtel von Wien, Fragen zum Verhältnis von Peripherie und Zentrum zu stellen. So ist das Landesklinikum, das früher auf dem freien Feld stand, mittlerweile von Wohnsiedlungen umgeben und somit näher an das Zentrum herangerückt. Darüber hinaus sollten Visionen und Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Gespräche mit der „next Generation“
Mit Fragen rund um die Stadtentwicklung und zu Gestaltungsmöglichkeiten angesichts der starken Verdichtung und des Flächenwachstums von Hollabrunn haben wir uns bei einem Workshop mit den Schüler*innen des Bundesrealgymnasiums Hollabrunn auseinandergesetzt. Ihre Visionen zu Lebensqualität, zum Leben in Peripherie und Zentrum, zu sozialem Zusammenhalt und dem Vorhandensein von kulturellen Angeboten haben wir mit verschiedenen Vertreter*innen von Vereinen und Initiativen diskutiert.
Hollabrunn ist ein angenehmer Ort zum Leben, sagen die meisten mit denen wir reden, durch die gute Anbindung an Wien mit dem öffentlichen Verkehr und die hohe Wohnqualität, ist Hollabrunn sehr attraktiv.

Drinnen und Draußen
Bei unserem Aufenthalt in Hollabrunn wurden vom Zentrum aus verschiedene Ausflüge unternommen, u.a. „Zum alten Schlachthof“, dem Kulturzentrum der Stadt, zum Kellerkatzenweg, der längsten Kellergasse Niederösterreichs und zu einer Wohnsiedlung am Stadtrand. Bei einer Stadtführung zu den Leerständen in der Innenstadt lernten wir im Austausch mit Passant*innen mehr über die historischen Wurzeln der Stadt.




Wann: 11.,14. und 15. Juni 2019
Wo: Hollabrunn
Wer: Johanna Reiner, Gerald Straub, Esther Ojo
(Akademie geht in die Schule)
Was: Workshop, Sprechstunde, Touren

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung und die wichtigen Informationen bei: Benedikt Büllingen (Lehrer BGuBRG Hollabrunn), Wolfgang Grill (Sozialpsychiatrische Abteilung, LK Hollabrunn), Esther Ojo und Barbora Chen (Initiative „Akademie geht in die Schule“ der Akademie der bildenden Künste Wien), Helmut Schneider (Stadtgemeinde Hollabrunn)

"Schön wäre, wenn wieder ein Bach durch die Sparkassengasse fließen würde. In Hollabrunn waren früher überall Brunnen, daher kommt auch der Name. Am Hauptplatz befand sich früher eine Pferdeschwemme, wo die Pferde gewaschen und erfrischt wurden."
Manfred Bach, Stadtführer

"Um dem Aussterben der Innenstadt entgegenzuwirken wurde versucht, mit einem Investor eine innerstädtische Shoppingmall zu initiieren. Doch das hat leider nicht funktioniert, der Investor hat jetzt anscheinend ein anderes Großprojekt und seine drei Gebäude und die dazu gehörigen Erdgeschosszonen stehen seither leer. Wir versuchen diese nun durch Zwischennutzung zu beleben, z.b. mit einem Weihnachtsmarkt, aber wir sind leider immer vom Investor abhängig."
Helmut Schneider, Stadtgemeinde Hollabrunn




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