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Interview: Wojciech Czaja
Don’t think cheap, think cheaper!

André Renko, Vorstand des österreichischen Wohnbauträgers SOZIA, hat den sozialen Wohnbau nach der Corona-Krise vor zehn Jahren revolutioniert und spaltet seitdem die Gemüter. Die einen preisen Renkos europaweit patentiertes Wohnmodell als utopische Lösung aller Wohnfragen, die anderen sehen darin den ersten Schritt in eine horrende Dystopie. Was ist dran am Wohnkonzept 2030? Ein fiktives Gespräch aus der Zukunft.

Herr Renko, vor wenigen Tagen haben Sie mit einer Presseaussendung die halbe Welt überrascht und Ihre Aktionäre zum Teil vor den Kopf gestoßen. Was ist passiert?
Renko: Ich habe mir mit dieser Entscheidung nicht leicht getan, aber es war kein Hops von heute auf morgen, sondern Resultat eines zehn Jahre langen Prozesses. Ich glaube nicht, dass die Inhalte unserer Presseaussendung für irgendjemanden, der sich im letzten Jahrzehnt ernsthaft mit der europäischen Wirtschaftslage befasst hat, überraschend waren.

Können Sie diesen Gedanken ein wenig ausführen?
Renko: Nach Corona 2020 ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Das bezieht sich nicht nur auf die Luftfahrt, nicht nur auf den Tourismus und nicht nur auf den globalen Waren- und Medikamentenhandel. Mit der Corona-Krise vor zehn Jahren hat sich das Konsumverhalten der Menschen grundlegend verändert. Obwohl sich die Bruttoinlandsprodukte in Europa nach einigen Jahren wieder weitestgehend stabilisiert haben, ist die Kaufkraft insgesamt gesunken. Besonders betroffen davon war und ist der Prime-Sektor. Ich habe noch nie die Hilfe der Politik benötigt, und ich wollte sie auch diesmal nicht in Anspruch nehmen. Daher habe ich meine Schlüsse aus der Post-Corona-Zeit gezogen und entschieden, mich von unseren Premium-Töchtern zu trennen und mich insgesamt aus dem Luxury-Segment zurückzuziehen.
Das ganze Interview ist hier nachzulesen ...

Kurzbiografie:
Journalist, Buchautor, Moderator
Architektur, Stadtkultur und Immobilienwirtschaft Dozent an der Kunstuniversität Linz und Universität für Angewandte Kunst Wien




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