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Alexandra Berlinger
I did it my world

Als ich mir die Projekte von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich wieder und wieder durchsah, habe ich versucht die Arbeiten in verschiedene Kategorien einzuteilen. Eine Kategorie war: auffallende versus subtile Arbeiten oder ortsbezogen versus unauffällig ortsbezogen. Welche Arbeiten fügen sich in ein Gefüge ein und welche dominieren. Besonders interessiert haben mich Arbeiten, die mehr oder weniger mitten in einer Landschaft positioniert sind und wie sie „funktionieren“. Die zwei Arbeiten, die zu „Land um Laa“ entstanden sind, ein runder Leuchtkörper gleich einer Straßenlaterne von Isa Genzken und eine auf einem Feld liegende rosa Skulptur „Warum ist etwas und nicht nichts“ von Franz West (welche sich zur Zeit nicht am ursprünglichen Standort befindet) sind ein Paradebeispiel dafür. An dem einen könnte man vielleicht vorbeigehen, das andere könnte auffälliger nicht sein.
Parallel dazu beschäftigt mich immer, zur Zeit jedoch besonders und auch in diesem Fall, wieviel Privates (Persönliches) ist zumutbar, generell und in der künstlerischen Arbeit. Und speziell im öffentlichen Raum: wen interessiert‘s?
Einige Arbeiten die sich auf archäologische Funde beziehen, fand ich besonders weiterdenkwürdig (zB: Sophie Thorsen, Stefan Klampfer, Six&Petritsch). Im Zuge dieser Recherche entdeckte ich im Internet eine Info, die mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Aufgrund einer DNA-Analyse eines 10000 Jahre alten Kaugummis in Schweden konnte man jetzt feststellen, dass sie von zwei Frauen und einem Mann stammte.
So kam mir die Idee zu einem Gemeinschaftskaugummi.
Daraus entstand vorliegende Arbeit von und mit family and friends too far away. Wann wenn nicht jetzt: auffallend privat.

Zu den Referenzprojekten:
Isa Genzken, Wenzersdorf bei Gnadendorf, 1997
Stefan Klampfer, Michelberg, 2014
Nicole Six & Paul Petritsch, Großmugl, 2019
Sophie Thorsen, Leiser Berge, 2007
Franz West, Stronsdorf, 1997-2017

Kurzbiografie:
*1970 in Bregenz, lebt in Wien
2002-2016 Mitglied von tat ort (mit Wolfgang Fiel)
2003 Staatsstipendium für Bildende Kunst
2008 Emerging Visual Artist Award des BMUKK (tat ort)
Ausstellungen, Projekte
2019 Sie spritzt, er spritzt..., Stadtprojekte Köln, Impulse Theater Festival (DE), mit Martin Wagner; Silvrettaatelier 2018, Künstlerhaus Bregenz (AT); Da.Zwischen, Magazin 4, Bregenz (AT); Silvretta 2018, Kunstforum Montafon (AT); … hatte für diese Ordnung keinen Sinn, Kördölör at Fluc Wien (AT)
2018 Soll mir lieber Goya…, Palais Thurn und Taxis, Bregenz (G); Da.Zwischen, Südtiroler Künstlerbund, Bozen (G);
2005 – 2016 mit tat ort Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland.


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