KLEINE POST







THOMAS GEIGER
Katzenbilder sind der Kitt der Gesellschaft*, 2020
(*Daniel Schulz, Der Standard, 20. März 2011)


Die Karte von Thomas Geiger ist zunächst ein humorvoller Kommentar auf die Tatsache, dass Katzenbilder allseits beliebte Sujets in den sozialen Netzwerken sind. Man kann in der Regel davon ausgehen, dass sie auf Sympathie stoßen bzw. positive Gefühle erzeugen. Die Idee, Post an Postbot*innen und Paktlieferant*innen zu senden, hat ebenfalls eine Portion Humor, basiert aber auf der ernst gemeinten Dankbarkeit diesen Menschen gegenüber, die während des Lockdowns eine Verbindung zur Außenwelt waren, auf die man sich verlassen konnte. Sie stellten ein Minimum an Normalität im Sinne eines tatsächlichen Austausches her in einem ansonsten auf den Kopf gestellten Alltag. Und weil Geiger dieses Gefühl der Dankbarkeit und Solidarität als elementare Säulen einer Gesellschaft begreift, will er die Empfänger*innen seiner Karte animieren, sich ebenfalls zu überlegen, wem gegenüber sie dankbar sind – und somit eine „Kette des sozialen Zusammenhalts“ (Geiger) erzeugen.

Thomas Geiger, geboren in Lörrach, Deutschland, lebt und arbeitet in Wien, ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler. Seine Werke schaffen mittels Performance, Skulptur und Sprache fragmentarische Bühnen und spielerische Situationen, die zwischen öffentlichen, privaten und institutionellen Räumen vermitteln. Er hat ein spezifisches Interesse daran, der Vergangenheit eine Stimme zu geben, um eine neue Wirkung auf die Gegenwart zu entfalten. Seine Arbeiten werden international in Museen, Galerien, Festivals und öffentlichen Räumen gezeigt. www.twgeiger.de

Adressat*innen: Postbot*innen, Paketlieferant*innen




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