© Edith Dekyndt Foto: Wolfgang Woessner
 

edith dekyndt



bully missy queeny tipsy benji teddy



Langsam spaziert ein junger Mann in österreichischer Volkstracht einen Monat lang während des sommerlichen Grafenegger Musikfestivals regelmäßig am Abend vor den Konzerten durch den Park. Man weiß nicht, wo der junge Spaziergänger in Lederhosen herkommt, wohlmöglich aus einer anderen Zeit. Seine Kleidung steht für eine Kontinuität der bäuerlichen Tracht, die in der gegenwärtigen Rückbesinnung auf regionale und nationale Zugehörigkeitsbedürfnisse eine romantisierende Renaissance erlebt. Drei Drohnen folgen dem Mann über Kopfhöhe und filmen seinen Spaziergang vorbei an Konzerthalle und Freilichtbühne. Die Filme kann man dann auf dem Bildschirm im Foyer der Konzerthalle sehen. Mit der Inszenierung erinnert Edith Dekyndt an die sechs Hunde der Schlossbesitzer (Bully, Missy, Queeny, Tipsy, Benji und Teddy), die auf dem kleinen Hundefriedhof im Park um die Skulptur eines Spaniels herum über die Jahre hinweg begraben wurden. Als „Nekropolis eines lautlosen Rudels“ bezeichnet die Künstlerin die Gräberansammlung. Dekyndt lässt die Hunde, die zu deren Lebzeiten den Park bis in die letzten Winkel belebten, wiederauferstehen. Sie projiziert ihre Wesen in Form von kleinen Robotern, die in der Luft wie flanierende drollige Tiere anmuten, ins 21. Jahrhundert.



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