© Ines Doujak Foto: Wolfgang Woessner
 

ines doujak



landgrabbing / landraub / landnahme



Ines Doujak führt mit einer Art Lehrpfad stationsartig durch das Gelände des Schlossparks. Auf circa 40 an Bäumen befestigten Tafeln sind unterschiedliche alte Apfelsorten zu sehen. Über die Abbildungen sind Originalzitate von „Landgrabbern" gelegt, die die weltweit explodierende Enteignung und Vertreibung der ländlichen Bevölkerung auf der ganzen Welt insbesondere durch Konzerne, Staaten oder Investoren zwischen 1603 und 2017 thematisieren. Von 2001 bis 2010 etwa wechselten rund 230 Millionen Hektar Ackerland in Ländern des Globalen Südens den Besitzer – mit verheerenden Folgen, alleine für die Ernährung der lokalen Bevölkerung. Die Zitate werden in einer Fußnote erläutert und kommentiert. Die historischen, zum Teil nicht mehr existenten Apfelsorten auf den Plakaten verweisen auf eine Dimension des Landraubs in Form von Zerstörung der Artenvielfalt durch Monokulturen.

COUNTERPOINTS II Kunst im Park 2018
Temporäre Projekte im Schlosspark Grafenegg mit Projekten von Edith Dekyndt, Ines Doujak, Britschgi/Eberle/Reissner/Stickney
Kuratorin: Cornelia Offergeld

Mai bis Oktober 2018

Im Sommer 2018 fand im Schlosspark Grafenegg zum zweiten Mal COUNTERPOINTS. Kunst im Park statt. Temporäre Installationen der Künstlerinnen Edith Dekyndt und Ines Doujak bildeten Kontrapunkte zur Parkanlage mit Schloss, Auditorium und der Freilichtbühne. Die Künstlerinnen griffen Fragmente des Ortes, dessen Funktion oder Geschichte auf und erweiterten das historische Bezugsfeld des 300 Jahre alten englischen Gartens um globale Diskurse der Gegenwart. Die für den Ort konzipierte Klangskulptur Harmomnemonics der Formation Britschgi/Eberle/Reissner/Stickney wurde am 27. Mai 2018 im Schlosspark aufgeführt.

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* temporäres Projekt

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