Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
Heidi Schatzl "Dear Ernst F. Brod, - eine Antwort", Erlauf, 2018 © Wolfgang Woessner
 

heidi schatzl


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„Dear Ernst F. Brod, – eine Antwort“



Über ein Schuljahr hinweg haben sich Jugendliche in Workshops von Heidi Schatzl und Maria Theresia Moritz mit dem Erlaufer Ernst F. Brod (1901–1978), der als Jude und Sozialdemokrat 1934 vor dem Austrofaschismus und 1938 vor dem Nationalsozialismus flüchten musste, beschäftigt. Die SchülerInnen haben Objekte und Briefe angefertigt.
Die Künstlerin Heidi Schatzl brachte bereits 2017 Brods 2000-seitige Autobiografie in Form des Wandreliefs „The Examined Life/Das geprüfte Leben“ nach Erlauf. In dem bis dahin unbekannten Manuskript erzählt der Auswanderer die Geschichte des Dorfes und jene Österreichs – eingebettet in die großen Geschichtsstränge des 20. Jahrhunderts. Sein Abwägen der „kleinen“ autobiografischen Zusammenhänge gegenüber den „großen“ historischen übertrug Heidi Schatzl in eine raumfüllende Installation, für die sie Bildmaterial aus privaten Fotoalben und Archiven zu den ProtagonistInnen in Brods Erzählung sammelte und sie mit ausgewählten Textseiten aus dem Manuskript zu Wandreliefs verarbeitete.

Brod zeichnet in seinem Manuskript das Bild des kleinen Ortes Erlauf vor und während des Nationalsozialismus, durch den seine Familie enteignet und ermordet wurde. Nach dem Krieg, als die Überlebenden der jüdischen Familien nicht zurückkamen, habe Erlauf sein „Gedächtnis verloren“ schrieb Brod. Heidi Schatzl machte die scheinbar gelöschten Erinnerungen zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit und konstruierte aus der Lebensgeschichte Brods einen Erinnerungsspeicher im Museum, ein quasi ausgelagertes kollektives Gedächtnis des Ortes.

Bevor dieser kollektive Erinnerungsspeicher abgebaut wird, übergibt die Künstlerin 2018 ihr Lattengerüst den Jugendlichen, damit diese schrittweise in Beziehung zu Brods Vermächtnis treten können. In betreuten Workshops haben SchülerInnen der 6C des Stiftsgymnasiums Melk zu von ihnen ausgewählten Textstellen Objekte und sehr persönliche Briefe verfasst – adressiert an Ernst Brod oder auch an seine Frau Charlotte. Diese sind nun in die Ausstellung eingearbeitet.

80 Jahre nach seinem letzten Aufenthalt in Erlauf Ende 1937 wird Ernst F. Brod von einer jungen „vierten Generation“ entdeckt, deren Selbstverständnis von einer (Chancen-)Gleichheit bestimmt ist, die Ernst F. Brod der Welt zum Ideal gemacht hatte. „Brods Kritik der ungleichen Gesellschaft ist noch immer der Baustein der Zukunft“ (Heidi Schatzl).

Heidi Schatzl, „Die Manuskripte des Ernst F. Brod“
Das Künstlerinnenbuch von Heidi Schatzl enthält in einer Serie von 15 Heften eine Auswahl der Manuskripte von Ernst F. Brod (1901–1978) und gibt Einblick in private Fotoalben und Archive. Dem Buch in Form einer Archivbox beigelegt sind eine Broschüre mit wissenschaftlichen Beiträgen, darunter ein Gespräch mit Ernst F. Brods Tochter, sowie die musikalische Interpretation von Brods Lebensgeschichte durch das Roman Britschgi Quartett auf CD.

„Dear Ernst F. Brod, – eine Antwort“
Ein Projekt der 6C des Stiftsgymnasiums Melk von Heidi Schatzl und der Kulturvermittlerin Maria Theresia Moritz in Kooperation mit den
Lehrenden Angela Stadlmann, Michael Grill und Silvia Zeller.

Klasse 6C:
Johanna Schaffarczik, Silvia Schraivogel und Sophia Cerny, Lea Hochholdinger und Marlene Fuchs, Anna Steinkellner und Jasmina Seyer, Marie Grabmann, Naomi Hinkelmann, Anna Weigl und Barbara Engelskirchner, Katja Reichör und Selina Enengl, Hannah Kloimüller und Paula Fischer, Nina Maier und Tessa Stix, Tobias Apfelbeck, Florian Bischof, Lukas Gruber, Sarah Romako und Magdalena Eckl, Katharina Falk, Anna-Lena Kerndler, Sophie Fischer.

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