Fotos © Wolfgang Wössner
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benjamin hirte, building a region / eine region bauen
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benjamin hirte


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building a region / eine region bauen



In seiner Installation in Weikendorf inszeniert Benjamin Hirte Räume als skulpturale Zusammenschlüsse. Er greift oft auf minimale Elemente zurück und löst sie aus ihrem funktionalen Kontext, um sie dann kurzzuschließen. Dabei lenkt er seine Aufmerksamkeit auf genormte Teile, konstruktive Elemente, Verbindungstücke oder Zeichen von Produktemblemen und setzt sie fragmentarisch zu skulpturalen Passagen zusammen. Durch den Zusammenschluss isolierter Elemente in eine skulpturale Grammatik entsteht eine eigendynamische abstrakte Logik. Es ergibt sich Spielraum für Ähnlichkeiten, durch die unterschiedliche sprachliche und objekthafte Ebenen aktiviert werden.
Die Installation erscheint als Ruine einer Gliederung. Ihre wesentlichen Strukturen, um sich als Raum zu behaupten, sind zwar erhalten, schlagen aber keine Lösung zur Ordnung vor. Es besteht die Möglichkeit eines Transits – hinweg über die fragilen Barrieren aus bloß ineinandergesteckten abnehmbaren Stäben, die den Raum vierteilen. Der Transit kann als Bindemittel gelesen werden, der Großstädte und Schwellenregion in einer Behauptung zusammenschließt. Raumsegmente definieren sich als Zonen, als Abgrenzungsversuche von potenziellen Übergriffigkeiten, gleichzeitig besteht die Aufforderung, diese Versuche zu unterlaufen: eine Textur von Nachbarschaften, Unterquerungen, Flächen, Feldern, Vektoren, Dichte und Distanz. Dabei wirkt das Stahlgerüst wie eine Ruine, die nie da war, Relikt einer gedanklichen Konstruktion eines Überbegriffs, einer Klammer. Es kann als Verweis gelesen werden auf etwas Gegenwärtiges, das selbst nur als Idee besteht und den Moment der Gegenwart versäumt hat. Was bleibt, ist dann vielleicht das, was Benjamin Hirte selbst als "eine symbolische zusammenfassende Geste, eine Behauptung, eine Abmachung und wie so oft auch eine gewisse Zumutung" nennt.
(Janina Falkner)

Die Ausstellung "Weikenwaldendorf" von Alois Mosbacher im Kunstraum Weikendorf fand im Rahmen des partizipativen Projekts "Multiple Choice" statt.
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