valentin ruhry, FF
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valentin ruhry


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Wenn Valentin Ruhry ein ehemaliges Zeughaus der Feuerwehr, das zu einem Kunstraum umgewidmet wurde, durch das Kürzel "FF" wieder als Feuerwehrhaus markiert, dann tut er das nicht, um den Betrachter darauf hinzuweisen, dass das einmal die ursprüngliche Funktion dieses Hauses war, sondern er versetzt damit einen Gegenstand (den Kunstraum) in ein anderes Sinnfeld (Feuerwehrhaus), um zu zeigen, dass Gegenstände jederzeit aus ihrem bisherigen Sinnfeld herausgelöst und in ein neues gestellt werden können. Der Gegenstand, der "verrückt" worden ist, erscheint jetzt in mindestens zwei Sinnfeldern: im Sinnfeld Kunstraum und im Sinnfeld Feuerwehrhaus. Wir als Betrachter können entscheiden, was dieser Gegenstand für uns sein soll: entweder das eine oder das andere – oder wir können beides zur selben Zeit gleichberechtigt gelten lassen, wir brauchen uns nicht zu entscheiden. Während wir überall sonst ständig aufgefordert werden, Entscheidungen zu treffen, werden wir von Kunstwerken oft aufgefordert, in einem produktiven Sinn unentschieden zu bleiben.

Durch die Intervention Valentin Ruhrys ist der Kunstraum auf einer symbolischen Ebene wieder zu einem Feuerwehrhaus geworden, gleichzeitig ist er durch diese künstlerische Handlung in seinem Status als Kunstraum bestätigt worden. Die Installation untermauert damit auch ein Zitat des Philosophen Markus Gabriel: „Der Sinn der Kunst liegt darin, dass sie uns mit der Ambivalenz von Sinn vertraut macht.“ Mehr noch, möchte man sagen: Die Kunst bringt uns sogar bei, einVergnügen an Ambivalenz zu empfinden.
(Robert Woelfl)

Die Ausstellung "FF" von Valentin Ruhry im Kunstraum Weikendorf fand im Rahmen des partizipativen Projekts "Multiple Choice" statt.

Ausstellungsdauer: Mai 2014 bis September 2014
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