Fotos © Stefan Lux
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christoph meier, hier & jetzt/hic & hunc
 

christoph meier


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hier & jetzt/hic & hunc



Unter dem Motto "Glaube, Begegnung, Friede" feiert das Stift Klosterneuburg dieses Jahr das 900. Jubiläum seiner Grundsteinlegung. Neben zahlreichen Festen, Sonderausstellungen und einer Vortragsreihe setzt das Stift ein sichtbares Zeichen für sein Bestreben zum Dialog zwischen Höhepunkten der Vergangenheit und Herausforderungen der Gegenwart, zwischen der Bedeutung historischer Kunst und Impulsen zeitgenössischer Interventionen.
Im Auftrag des Stifts Klosterneuburg lud das Artconsulting Unternehmen section.a sieben Künstler_innen ein, auf die unterschiedlichen Räume der Anlage und deren geschichtliche wie soziale Konnotationen zu reagieren. Für den Außenraum wurde in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ein kuratorischer Wettbewerb ausgelobt, den Cosima Rainer gewonnen hat. Sie legt in ihrem Konzept und ihrer Künstler_innenauswahl einen Fokus auf die Tradition des Feierns im Stiftsareal und die reichhaltige sowie oft prunkvolle Form- und Materialsprache der im Stift aufbewahrten Kunstschätze.
(Katrina Petter)

Christoph Meier, "Ohne Titel"
Die Arbeit von Christoph Meier erschließt sich erst, wenn man das Stift umrundet. Versteckt im Apothekerhof, stößt man auf ein zehn Meter hohes Riesenrad, das nach einem Entwurf des Künstlers angefertigt wurde. Meier bezieht sich dabei auf die Tradition des Leopoldifestes, das seit dem 17. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Hofwallfahrt im und um das Stift gefeiert wird. Neben einem Jahrmarkt mit vielen Attraktionen entwickelte sich auch das sogenannte Fasslrutschen auf dem 1.000-Eimer-Fass im
Stift zu einem fixen Bestandteil des Festes.Auf einer Bank zu sitzen und – in einer Balance mit anderen Fahrgästen – vertikal im Kreis zu rotieren, ist für Christoph Meier die abstrakteste Form von Amüsement. Naheliegende Begriffe wie Gemeinschaft, Begegnung oder Balance stehen hier im Zusammenhang mit seinem Einsatz von Sprache als bildhauerischem Mittel. Die Auseinandersetzung mit einem geometrisch abstrakten Formenvokabular und dessen performativen oder narrativen Potenzialen ist bezeichnend für Meiers Arbeitsweise. Dies spiegelt sich auch in der einfachen Form des Kreises, die hier mit der Erfahrung von Rausch und Gemeinschaft aufgeladen werden kann.
(Cosima Rainer)


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