werner kaligofsky, großer sommer an der thaya<br />4 künstlerInnenprojekte in drosendorf
werner kaligofsky, großer sommer an der thaya<br />4 künstlerInnenprojekte in drosendorf
werner kaligofsky, großer sommer an der thaya<br />4 künstlerInnenprojekte in drosendorf
 

werner kaligofsky


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großer sommer an der thaya
4 künstlerInnenprojekte in drosendorf



Eine Initiative um die Stadtmauer von Drosendorf gab den Anstoß, diese in ihrer städtebaulichen Bedeutung als Ausgangspunkt für ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum zu befragen. Dabei spielte ein ursprünglicher Wunsch nach einer Vernetzung mit anderen Stadtmauernstädten Niederösterreichs ebenso eine Rolle wie aktuelle Fragen zu Touristik, Freizeitgestaltung bzw. entsprechende Vermarktungsstrategien, die viele Städte in Niederösterreich heutzutage abwägen müssen. Eine hauptsächlich wirtschaftlich orientierte Positionierung wird dabei oft von kulturellem Engagement begleitet, das ebenso eine Eventkultur schaffen kann wie es diese konterkariert. Auch in Drosendorf blieb die Frage nach einem touristischen Mehrwert nicht ausgespart und lieferte den vier KünstlerInnenprojekten Ansatzpunkte, die einen multiperspektivischen Umgang mit historischer Architektur in aktuelle, spartenübergreifende Bezüge eingehen ließ. Alle Arbeiten wurden eigens für Drosendorf entwickelt und bedienten sich ortsorientierter Praktiken, die sowohl Drosendorfs Umgang mit historischer Substanz als auch eine aktuelle Bezugsetzung reflektierten.

Bei seiner Recherche über Drosendorf, das Waldviertel und Südmähren ist Werner Kaligofsky auf eine Sage gestoßen, welche von der tschechischen Bevölkerung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs an die österreichische überliefert wurde. In dieser Sage wird berichtet, dass die beiden Städte Drozdovice-Drosendorf und Jemnice-Jamnitz wie ihre beiden Gründerinnen, die Königstöchter Drozda, die "Drossel", und Jemna, die "Zarte", sich in ihrer Schönheit sehr ähnlich waren und dass die BürgerInnen der beiden Städte auch nach dem Tod der Stifterinnen wie "Geschwister" in Eintracht miteinander lebten". Diese Erzählung aufgreifend hat Werner Kaligofsky Drosendorf-Jemnice und das dazwischen liegende tschechisch-österreichische Grenzgebiet durchstreift, um Ähnlichkeiten und Differenzen in den verschiedensprachigen Stadt- und Staatsgebieten aufzuspüren. Die dabei entstandenen Fotografien verbindet er in Plakatarbeiten mit in die Bilder eingeblendeten, ebenfalls gefundenen Textfragmenten. Die Plakate waren in Drosendorf, Jemnice und im Grenzgebiet einzeln bzw. in Gruppen auf Holzständern affichiert.



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