andreas fogarasi, großer sommer an der thaya4 künstlerInnenprojekte in drosendorf
andreas fogarasi, großer sommer an der thaya4 künstlerInnenprojekte in drosendorf
 

andreas fogarasi


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großer sommer an der thaya4 künstlerInnenprojekte in drosendorf



Eine Initiative um die Stadtmauer von Drosendorf gab den Anstoß, diese in ihrer städtebaulichen Bedeutung als Ausgangspunkt für ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum zu befragen. Dabei spielte ein ursprünglicher Wunsch nach einer Vernetzung mit anderen Stadtmauernstädten Niederösterreichs ebenso eine Rolle wie aktuelle Fragen zu Touristik, Freizeitgestaltung bzw. entsprechende Vermarktungsstrategien, die viele Städte in Niederösterreich heutzutage abwägen müssen. Eine hauptsächlich wirtschaftlich orientierte Positionierung wird dabei oft von kulturellem Engagement begleitet, das ebenso eine Eventkultur schaffen kann wie es diese konterkariert. Auch in Drosendorf blieb die Frage nach einem touristischen Mehrwert nicht ausgespart und lieferte den vier KünstlerInnenprojekten Ansatzpunkte, die einen multiperspektivischen Umgang mit historischer Architektur in aktuelle, spartenübergreifende Bezüge eingehen ließ. Alle Arbeiten wurden eigens für Drosendorf entwickelt und bedienten sich ortsorientierter Praktiken, die sowohl Drosendorfs Umgang mit historischer Substanz als auch eine aktuelle Bezugsetzung reflektierten.

In seiner Arbeit Planning Library erforschte Andreas Fogarasi die Stadt, die von Eventkultur und Urban Design bestimmt wird und selbst den Status eines Unternehmens angenommen hat, das im Sinne von Tourismus und Profitsteigerung agiert. Eines seiner Plakate hieß CULTURE PARK, dem formale Analysen gesellschaftlicher Probleme zugrunde liegen. In einer kontrollierten Erlebniswelt geht es um eben diese Wahrnehmung politisch kultureller Phänomene, die Fogarasi in Installationen oft modellhaft diskutiert und einsetzt. In Drosendorf ließ er sich auf die Situation ein, den bereits mit Marco Lulic’s Schrift MUSEUM bezeichneten, innen aber leeren Pavillon mit neuen Inhalten zu füllen. Der Pavillon stammt aus den neunziger Jahren und diente ursprünglich einer Autoschau. Auf Wunsch der Gemeinde sollte er eine andere Funktion erhalten, zu der die Planning Library ein erster Schritt war. Der kleine Rundbau wurde mit Boden, Licht und jenen minimalistischen Einbauten versehen, die auch sonst für Fogarasi typisch sind. Sein Thema war hier neuerlich das der Stadt bzw. das von Stadt/Land, das er allerdings nicht der üblichen klischeehaften Betrachtungsweise unterzog, sondern mittels einer Bibliothek zum Thema einer Diskussion öffnete.
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