clemens stecher, erlauf erinnert sich...
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clemens stecher


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erlauf erinnert sich...



Die 1200 Einwohner zählende Gemeinde Erlauf im Bezirk Melk verdankt einem jüdischen Emigranten aus Erlauf, dessen Familie 1938 von den Nationalsozialisten vertrieben und ermordet worden ist, die Kenntnis ihrer Teilhabe an der Weltgeschichte: Fast unbemerkt von den BewohnerInnen ereignete sich dort der historische Handschlag zwischen einem amerikanischen und einem sowjetischen General anlässlich der Kapitulation Nazi-Deutschlands am 8. Mai 1945.
Im Mittelpunkt stand die Notwendigkeit der Aufarbeitung unserer Vergangenheit und die Forderung nach einer vermehrten Sensibilität für Ausgrenzung, Rassismen und Alltagsfaschismen. So sollte "Erlauf erinnert sich ..." kein historischer Rückblick sein. Vielmehr richtete die Ausstellung seinen Fokus auf rassistische Tendenzen der Gegenwart und den heutigen Umgang mit Geschichte.

Clemens Stecher stellte in der Auslage einer ehemaligen Schneiderei eine Installation aus Collagen und Fundstücken vor. Er setzte sich mit den Möglichkeiten künstlerischer Reaktion auf die heutige Medienwirklichkeit, die vielfältige Impulse für ebenso vielfältige ästhetische Antworten liefert, auseinander. Aus den täglichen Schlagzeilen und Bildern der Nachrichtenagenturen, aus Werbung, Trivialliteratur und Groschenromanen baute Stecher visuelle Arrangements auf. Die Themen zeigten die Schwierigkeiten des Subjekts mit Selbstbestimmung seiner sozialen Rolle. Der populärkulturelle Bezug wies auf das Fremde oder das vermeintlich Eigene. Im Innenraum hing das Bild einer Bücherverbrennung. In diesem reflektierte Stecher den Antiintellektualismus, der parallel mit dem Erstarken der extrem Rechten in Europa einhergeht.

Das Projekt ist dokumentiert im Archiv der Kunst im Museum ERLAUF ERINNERT .


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