Workshop, Lesbos, 2021 © METAdrasi.org

11.06.22 bis 11.06.22, 15.00 uhr

erlauf

catrin bolt


Catrin Bolt, dazwischen
Ausstellung im Museum ERLAUF ERINNERT und im öffentlichen Raum.
Eröffnung: 11. Juni 2022, 15.00 Uhr

Es sprechen:
Franz Engelmaier
Bürgermeister
Cornelia Offergeld
Kuratorin
Anton Erber
Abgeordneter zum Niederösterreichischen
Landtag in Vertretung von Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner

Im Anschluss an die Eröffnung des Projektes im Museum ERLAUF ERINNERT, werden die Bodenarbeiten im öffentlichen Raum von Erlauf besucht.

Ausgehend von den jährlichen Feierlichkeiten zum Friedensschluss 1945 in Erlauf geht das Projekt der Künstlerin Catrin Bolt an die Ränder jenes lokal gültigen Friedens und beschäftigt sich mit einer seiner Grauzonen: der Situation der Menschen in den Flüchtlingslagern auf den ägäischen Inseln, in denen Geflüchtete monatelang auf ein Asylverfahren mit unklarem Ausgang warten. Die Lager sind überbelegt, besitzen nur die notwendigste Infrastruktur und die Ausgangsbeschränkungen unterliegen scheinbar beliebigen Änderungen.
Im September 2021 hat die Künstlerin im Rahmen eines Workshops über mehrere Wochen mit Kindern und Jugendlichen, die im Lager Kara Tepe auf Lesbos leben, zusammengearbeitet. Einen »sicheren Ort« sollten die Schüler*innen, die die Schule der NGO METAdrasi besuchen, in Form von Zeichnungen und Malereien darstellen. Es sollte ein fiktiver Ort sein, an dem sie sich
wohlfühlen und den sie für sich haben. Abgesehen von den Situationen, aus denen sie geflüchtet sind, leben diese Kinder und Jugendlichen oft über Monate und manchmal Jahre mit der Unklarheit, ob sie die Chance
bekommen, in Frieden und Sicherheit zu leben.
Mit viel Motivation wurden die Bilder angefertigt, diese oft auch mitgenommen, um weiter daran zu arbeiten.
Viele der Schüler*innen haben gemeinsam als Team an einem Bild gemalt und sich mit der Gestaltung undihrer Vorstellung genau auseinandergesetzt. Die Möglichkeit, sich mitzuteilen oder für sich selbst etwas zu erschaffen, das präsentiert und gesehen wird, hat viele von ihnen inspiriert.
Eine Auswahl der entstandenen Malereien und Zeichnungen wurden von der Künstlerin im Ort auf den Boden übertragen: Am Marktplatz, vor dem Sportplatz, an der Skateboardbahn, vor dem Kindergarten, an einer Busstation oder vor dem Zebrastreifen. Durch ihre Verteilung begegnet man ihnen somit auf den alltäglichen Wegen im Ort, immer im »Dazwischen« oder am »Weg wohin«, zwischen Haus und Arbeit, Auto und Geschäft, beim Warten auf den Bus. Die Bilder geben hier unvermutet einer Sehnsucht Raum, indem sie Orte und Situationen zeigen, die gerade nicht greifbar sind.
Die Übertragung der Bilder in den öffentlichen Raum der Gemeinde stellt eine Kommunikation der geflüchteten Menschen mit den Bewohner*innen von Erlauf dar und steht im Gegensatz zu medialen Nachrichten über sie. Als Kinderzeichnungen sind die Bilder dem Thema im ersten Moment nicht zuordenbar und können auch für sich betrachtet werden.
Zusätzlich zur den Bildern im öffentlichen Raum, sind alle entstandenen Zeichnungen und Malereien im Museum ERLAUF ERINNERT ausgestellt.

Shuttlebus
ab 15 Teilnehmer*innen von Wien nach Erlauf, ab Bahnhof Wien Hütteldorf, Busparkplatz,
Keißlergasse.
Abfahrt: 13.30 Uhr, Rückfahrt: 17.00 Uhr.
Um Anmeldung zur Veranstaltung ggf. mit Reservierung für den Shuttlebus bis Donnerstag, 9. Juni 2022, wird gebeten unter: publicart@noel.gv.at.at
Alle zu diesem Zeitpunkt geltenden Covid-19-Schutzmaßnahmen für Transfer und Veranstaltung kommen zur Anwendung.
Programmänderungen
vorbehalten.


ERLAUF ERINNERT
Museum der Friedensgemeinde Erlauf
Kirchenplatz 3, 3253 Erlauf









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