Gespräch: Vortrag von Nil Yalter mit anschließendem Gespräch mit Katalin Erdödi
Donnerstag, 15. November 2018, 18.30 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich
Herrengasse 13, 1010 Wien






Nil Yalter, geboren 1938 in Kairo und aufgewachsen in Istanbul, lebt seit 1965 in Paris. In ihrer Arbeit verbinden sich soziale Recherche, politische, feministische und formal-ästhetische Fragen zu einer markanten künstlerischen Sprache. Ihre künstlerischen Medien umfassen Video, Zeichnung, Malerei, Fotografie, Performance, Multimedia-Installationen sowie Arbeiten im öffentlichen Raum. Arbeiten wurden u.a. in der Galerie Hubert Winter Wien; FRAC LORRAINE. Metz; mumok, Wien; Centre Pompidou, Paris; MOT International, London; WIELS, Contemporary Art Center, Bruxelles; Kunsthalle Hamburg; Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam gezeigt und sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.

Katalin Erdődi, geboren 1980 in Debrecen (Ungarn), ist Kuratorin und Kulturarbeiterin. Sie arbeitet im Bereich zeitgenössischer Kunst und Performance, mit einem besonderen Schwerpunkt auf transdisziplinäre Zusammenarbeit, politisch engagierte künstlerische und kuratorische Strategien und Kunst im öffentlichen Raum, welcher im weitesten Sinne als sozialer, architektonischer und diskursiver Raum zu verstehen ist. Zuletzt war Erdödi als künstlerische Leiterin des imagetanz-Festivals und Kuratorin im brut Wien tätig, ab 2018 ist sie Kuratorin des steirischen Herbst. Sie lebt in Wien und Graz.
„….die politischen Ereignisse waren so stark, es war einfach nicht mehr möglich im Atelier zu sitzen und nicht daran teilzunehmen ….“ (Nil Yalter)

Was Nil Yalter in einem Gespräch über die Stimmung der 68er Jahre in Paris erzählt, könnte ein Zitat aus der Gegenwart sein. Wie verhält sich Kunst zu politischen Veränderungen? Mit welchen Strategien bringen sich KünstlerInnen in die Diskussion ein.

Diese Fragen begleiten Nil Yalter in ihrer künstlerischen Karriere und sie wird sie immer wieder neu, immer wieder unter anderen Vorzeichen beantworten. Die Stellung der Frau, Migration, die Lebensumstände der ArbeiterInnen sind Themen, die Nil Yalter mit unterschiedlichsten künstlerischen Methoden, die zwischen soziologischer Recherche, Ethnografie und kunstinternem radikalen Experimentierwillen changieren, immer wieder aufgreift.

Auch aktuell erleben wir in Europa einen Moment radikaler politischer Veränderungen. Eine Orientierung an Vorbildern in der Geschichte und eine Diskussion über Möglich-keiten und Handlungsspielräume sind gerade deshalb von großer Bedeutung.

Als diskursive Plattform zu den Projekten von Kunst im öffentlichen Raum NÖ finden seit 2009 in den Herbst- und Wintermonaten im Kunstraum Niederösterreich unter dem Titel „Gespräche zur Kunst im öffentlichen Raum“ Veranstaltungen zu relevanten Aspekten rund um diesen Bereich der bildenden Kunst statt. Themen wie Kunst am Bau, Erinnerungskultur, Vermittlung oder gesellschaftspolitisches Handeln werden mithilfe internationaler KünstlerInnen, TheoretikerInnen oder HistorikerInnen aus verschiedenen Perspektiven einer Befragung unterzogen.

Das Gespräch mit Nil Yalter ist auch Teil des Jubiläums „10 Jahre Performance“ im Kunstraum Niederösterreich und wurde von Sissi Makovec kuratiert. Im Rahmen seines Jubiläumsprogramms präsentiert der Kunstraum aktuelle sowie international etablierte Positionen der feministischen Performancekunst und weist so in die Vergangenheit sowie in die Zukunft und lädt zum Austausch zwischen den Generationen ein.



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