media > Grafenegg 2017
 
Foto © Woessner
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franz kapfer


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mein drama findet nicht mehr statt, # akt 1–3



Franz Kapfer inszeniert seine Installation als ein Theaterstück in drei Akten - "ein Lustspiel" sagt er. Harmlos ist es jedoch nicht. Wie in Georg Büchners "Leonce und Lena" (1836) verknüpft Kapfer Elemente der romantischen Komödie mit jener der politischen Satire. Drei große Bildtafeln sind wie Bühnenbilder für die jeweiligen Akte im Park verteilt. Grundlagen für Kapfers Motive bilden politische Karikaturen, entstanden im 19. Jahrhundert, wie das im Stil des romantischen Historismus errichtete Schloss Grafenegg selbst. Der erste Akt ist Napoleons Verbannung 1814 nach Elba gewidmet. Napoleon sitzt rittlings auf einem Esel und schaut noch einmal in Richtung Fontainebleau, während dem Tier buchstäblich die Weisheit aus dem Hintern entfährt, dass auch die größten Erfolge im menschlichen Leben irgendwann zu einem Lufthauch werden. Die geschichtlichen Ereignisse bilden in Kapfers Arbeiten nur die Kulisse für das "menschliche Drama" an sich. Napoleons Scheitern verbindet er mit der Erkenntnis von der Banalität der eigenen Existenz und der "Farce der Wiederholung". Weiter hinten im Park steht der flüchtende österreichische Staatskanzler Metternich für ein System, das unter anderem an seiner Angst vor Veränderung zerbricht. Im dritten Akt begegnen wir wieder Napoleon, der sich als größter Kunsträuber Europas mit der Quadriga vom Berliner Brandenburger Tor auf dem Rücken davon stielt, natürlich nur um sie vom feudalen Joch zu befreien.
(Cornelia Offergeld)
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