Fotos © Stefan Lux
Fotos © Stefan Lux
manuel gorkiewicz, hier & jetzt/hic & hunc
manuel gorkiewicz, hier & jetzt/hic & hunc
 

manuel gorkiewicz


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hier & jetzt/hic & hunc



Unter dem Motto "Glaube, Begegnung, Friede" feiert das Stift Klosterneuburg dieses Jahr das 900. Jubiläum seiner Grundsteinlegung. Neben zahlreichen Festen, Sonderausstellungen und einer Vortragsreihe setzt das Stift ein sichtbares Zeichen für sein Bestreben zum Dialog zwischen Höhepunkten der Vergangenheit und Herausforderungen der Gegenwart, zwischen der Bedeutung historischer Kunst und Impulsen zeitgenössischer Interventionen.
Im Auftrag des Stifts Klosterneuburg lud das Artconsulting Unternehmen "section.a" sieben Künstler_innen ein, auf die unterschiedlichen Räume der Anlage und deren geschichtliche wie soziale Konnotationen zu reagieren. Für den Außenraum wurde in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ein kuratorischer Wettbewerb ausgelobt, den Cosima Rainer gewonnen hat. Sie legt in ihrem Konzept und ihrer Künstler_innenauswahl einen Fokus auf die Tradition des Feierns im Stiftsareal und die reichhaltige sowie oft prunkvolle Form- und Materialsprache der im Stift aufbewahrten Kunstschätze.
(Kartina Petter)


Manuel Gorkiewicz, "Ohne Titel"
Die architektonische Interventionvon Manuel Gorkiewicz bestehtaus einer industriellen Girlande aus silberner PVC-Folie, die üblicherweise zur Bewerbung von Autohäusern eingesetzt wird. Ausgehend von der ehemaligen Chorfrauenkirche über die Barockkuppel mit der Kaiserkrone werden sieben markante Punkte des Stiftes durch die Folie zu einem temporären Ornament verbunden. Wie mit einem überdimensionalen Nähfaden verknüpft Gorkiewicz dabei stilistisch heterogene Gebäudeteile des Stiftes, das seit dem 12. Jahrhundert immer wieder
erweitert und umgebaut wurde. Die Intervention irritiert durch die Koppelung ihrer geometrischen Strenge mit einem alltagskulturellen Dekorationsmaterial, das man aus Vorstadtgebieten kennt. Manuel Gorkiewicz arbeitet gezielt mit der Ästhetik von industriell gefertigten Materialien wie Girlanden,Lampions und Dekorelementen, die oft mit dem Kontext des Feierns und Schmückens verbunden sind. Indem er das Ausgangsmaterial in ungewöhnliche,kunsthistorisch konnotierte Dimensionen und Formen weiterverarbeitet, entstehen irritierende Kippwirkungen und Dekontextualisierungen, die ebenso das Kunstfeld wie den öffentlichen Raum betreffen.
(Cosima Rainer)
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