lobnig hubert & andraschek iris, wohin verschwinden die grenzen? – kam mizí hranice?
 

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wohin verschwinden die grenzen? – kam mizí hranice?



Die Arbeit "Wohin verschwinden die Grenzen? – Kam mizí hranice?" von Iris Andraschek und Hubert Lobnig bezieht sich auf die geopolitischen Veränderungen, die sich in Europa innerhalb des letzten Jahrzehnts vollzogen haben. Der Zusammenschluss eines europäischen Lebensraumes unter Nivellierung einstiger politischer Grenzzonen steht im Mittelpunkt einer Installation, die auf dem Territorium eines Niemandslandes entstand. Obwohl mittlerweile im geografischen Zentrum Europas, ist die Gegend an der österreichisch-tschechischen Grenze weitgehend isoliert – abgeschnitten von urbanen Einrichtungen und ohne Anbindung an städtische Nahversorgung. Der Schriftzug mit dem gleichnamigen Titel wurde in Leserichtung bei Verlassen des österreichischen Staatsgebietes als groß angelegte Buchstabeninstallation angebracht, um auf die einstige Situation während der realsozialistischen Staatenordnung hinzuweisen, in der der westeuropäische Lebensraum hier sein Ende nahm. Obwohl Tschechien 2004 der EU beitrat, blieb der Grenzübergang bis 2007 weiterhin Schengen-Außengrenze und daher ständigen polizeilichen Kontrollen unterworfen. Mit Erweiterung des Schengen-Wirtschaftsraumes verloren zahlreiche Grenzstationen innerhalb der EU ihre eigentliche Funktion und wurden somit zu architektonischen Relikten, deren Symbolcharakter heute lediglich in ihrer baulichen Existenz liegt.

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