breitenfurt

29.09.12 bis 29.09.12, 15.00 uhr

breitenfurt

heliane wiesauer reiterer


Eröffnung
am Samstag, den 29. September 2012, um 15.00 Uhr


Die Skulptur Teilung eines Würfels [0I] 2005-2012 ist die „Initialzündung“ eines global angelegten Skulpturenprojektes mit dem Titel Orbit Cube_Earth Art [2012 ff] . Sein Ausgangsort liegt in Breitenfurt, wo Heliane Wiesauer-Reiterer ihr Konzept veranschaulicht. Es versteht sich als ein künstlerisch aktuelles „Hybrid“-Projekt innerhalb dessen jeder Würfel sowohl ein „Original“ als auch ein „Multiple“ darstellt. Ausgesucht im Steinbruch, gewonnen aber ohne bildhauerisches Zutun, unterscheidet sich jeder Würfel vom anderen in seiner Oberflächenstruktur. Die künstlerische „Handschrift“ reduziert sich dabei auf die (kaum sichtbare) Feinbearbeitung sowie die Einmeißelung der Signatur: die „Autorin“ tritt gleichsam wie in einer Bauhütte des Mittelalters zurück als Person und ist doch Initiatorin eines „Musterbuches“, das die Inventio und Praxis vermittelnd weiterreicht und verteilt.

Die skulpturale Ausgangsform der achtteiligen Installation ist ein singulärer, 1 m³ großer Würfel aus Serpentinit, der in Prägraten (Osttirol) aus dem Urgesteinvorkommen herausgeschnitten wurde. Durch zentrierte Teilungen dieses Würfels durch seine drei Ebenen wurden sodann acht Kuben zu je 50 x 50 x 50 cm gewonnen, die einander in Breitenfurt mit einem Durchmesser von 7 Metern kreisförmig gegenüber stehen.
„Das aus dem Steinbruch (aus der ,Erde‘) kommende, Jahrmillionen alte Urgestein verwandelt Wiesauer-Reiterer zuerst durch sechs Schnitte in eine konkrete geometrische (Kunst-)Form, einen Würfel mit der Kantenlänge von je einem Meter. Seine sechs Außenseiten machen nun die inneren Schichten des Gesteins sichtbar – das Innerste wird nach außen gestülpt, als würde man durch das Aufschneiden eines Körpers dessen Herz transparent machen. Die folgende Teilung (und „Vermehrung“) des Würfels entspricht einem weiteren künstlerischen Prinzip von Heliane Wiesauer-Reiterer, das sie nicht allein in ihrem bildhauerischen Werk verfolgt: „Der Begriff Teilung beinhaltet für mich ästhetische, soziale, ethische und politische Dimensionen und Inhalte. Durch Teilung eines Ganzen entstehen mehrere kleinere Teile, die Energie, Synergien und einen großen Aktionsradius einnehmen. Der Raum vergrößert und erweitert sich.“ So entsteht auch im öffentlichen Raum in Breitenfurt ein begeh- und benützbarer, offener skulpturaler Raum, ein Ort potenzieller Kommunikation, des Diskurses oder der Kontemplation.





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